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Mehr Entwicklungshilfe ist nötig - aber wie?

Die meisten Menschen der Industrieländer, die ungefähr 15 % der Weltbevölkerung ausmachen, leben in einem Überfluss, der noch vor einem Jahrhundert nicht vorstellbar gewesen wäre. Gleichzeitig lebt ein großer Anteil der Menschheit in einer Umwelt, die von Armut, Hunger, Krankheit, einem allgemeinen Mangel an Lebensqualität und von Wohlstand gekennzeichnet ist. Ein Fünftel der Weltbevölkerung (1,2 Mrd. Menschen) hat erheblich weniger als 1 US$ pro Tag zur Verfügung. Die Hälfte der Weltbevölkerung (ca. 3 Mrd. Menschen) muss mit weniger als 2 US$ täglich auskommen. Diese Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich zusehends. Etwa 2 Mrd. Menschen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu sauberem Wasser; weltweit werden nach Schätzungen nur etwa 5 % der Abwässer gereinigt. Die wasserbezogenen Krankheiten wie Bilharziose, Malaria und Diarrhöe führen zu Millionen von Todesfällen, so dass die Lebenserwartung bei Geburt in Ländern mit niedrigem Einkommen bei ca. 60 Jahren liegt; in Afrika südlich der Sahara liegt sie bei 49 Jahren für Männer und 52 Jahre für Frauen. Der Bewohner eines Industriestaates hat eine ca. 50 % höhere Lebenserwartung als ein Afrikaner.1

Wer die Zustände in der Dritten Welt kennt, die unzureichenden Wohnverhältnisse der meisten Armen, die fehlenden Bildungsmöglichkeiten und die mangelhafte Infrastruktur, der wird mit Recht nach der Ursache fragen. Wieso geht es uns Menschen in den Industriestaaten überdurchschnittlich gut und wieso kommt die Dritte Welt trotz hoher Entwicklungshilfe in der wirtschaftlichen Entwicklung nicht voran? Wie lässt sich die Lage dort verbessern? Was ist die Ursache der hohen Armut in der Dritten Welt?

Bei der Beantwortung der Frage nach den Ursachen dieses Nord-Süd-Gefälles lassen sich, vereinfacht ausgedrückt, zwei Gruppierungen unterscheiden. Die eine Gruppe behauptet: Wir sind so reich und jene Länder so arm, weil wir so gut und produktiv sind, und die Menschen jener Länder sind faul und korrupt. Wir im Norden arbeiten hart, sind gebildet, haben einen hohen Leistungswillen und eine einigermaßen funktionierende Verwaltung und Regierung – dies liegt alles in der Dritten Welt nicht vor.

Die andere Gruppe behauptet das Gegenteil: Wir sind so reich und jene Völker so arm, weil wir so schlecht sind, ausbeuterisch handeln. Jene Menschen sind zu gut und zu schwach. Die Menschen in den Industrieländern sind geldgierig, unbarmherzig, profitsüchtig und aggressiv. Wir beuten die Dritte Welt aus! Die Entwicklungsländer sind schwach, unschuldig, verletzbar, die Menschen dort werden von den reichen Staaten missbraucht und ausgenutzt.

Die meisten Stellungnahmen fallen unter eine dieser beiden Rubriken – obgleich nicht einsichtig ist, warum nicht beide Antworten richtig sein können. In der Tat muss zwischen inneren und äußeren Ursachen der Armut unterschieden werden. Die binnenländischen Ursachen werden zu einem großen Teil in der verfehlten Wirtschaftspolitik der Entwicklungsländer und in ihren korrupten Eliten gesehen. Die außenwirtschaftlichen Ursachen liegen in der unbarmherzigen Politik der Industriestaaten begründet, die einen stärkeren Wettbewerb und zunehmende Globalisierung in solchen Bereichen anstreben, die ihnen nützen aber der Dritten Welt schaden.

Viele internationale Hilfsorganisationen fordern mehr Entwicklungshilfe, einen Marshallplan für die Dritte Welt und einen Schuldenerlass. Es ist zu fragen, ob dieses wirklich die wirtschaftliche Entwicklung in der Dritten Welt vorantreibt. Die bisher geleistete Entwicklungshilfe hat in den letzten 50 Jahren anscheinend kaum Erfolg gehabt. Was sind eigentlich die Motive zur Vergabe von Entwicklungshilfe?2

Motive für die Vergabe von Entwicklungshilfe

Die Entwicklungshilfe leidet darunter, dass sie meist aus Eigeninteresse gegeben wird. Generell lässt sich sagen, dass ein ökonomisches Interesse aller Staaten darin bestehen müsste, dass es den anderen Staaten wirtschaftlich gut geht. Dadurch ist eine vertiefte internationale Arbeitsteilung möglich (wie sie innerhalb der Industriestaaten erfolgreich praktiziert wird) und die Weltwohlfahrt wird erhöht.

Die Regierungen der Industrieländer sind nun an einer Entwicklungszusammenarbeit interessiert, um Beschaffungsmärkte für wichtige Rohstoffe zu sichern. Ferner werden die Entwicklungsländer als wichtige Absatzmärkte für eigene Produkte gesehen. Insbesondere gebundene Hilfe schafft zusätzliche Nachfrage nach Exporten der heimischen Industrie, wodurch Arbeitsplätze im Inland gesichert werden. In den Richtlinien der Bundesregierung vom 19.03.1986 hieß es, dass die Vergabe der Entwicklungshilfe auf die Beschäftigungswirksamkeit in der Bundesrepublik Deutschland achten solle. Insbesondere im Wettkampf mit anderen Industriestaaten wird die Entwicklungshilfe benutzt, um eigene Technologien zu fördern.

Eine wirtschaftliche Entwicklung der Dritten Welt führt auch zu einer Verringerung des Problems der Migration, d.h. der wachsende Strom von Wirtschaftsflüchtlingen könnte dadurch eingedämmt werden.

Eine weitere wichtige Rolle bei der Vergabe der Entwicklungshilfe spielen die politischen Interessen der Geberstaaten. Der amerikanische Präsident Nixon sagte einmal „Remember that the main purpose of American aid is not to help other nations but to help ourselves!”. Die Industrieländer haben oft Diktaturen in der Dritten Welt unterstützt, wenn sie dadurch die Stimmen in der Generalversammlung der Uno gewinnen konnten. Schwerpunkt der Entwicklungshilfe sind dann politisch wichtige Staaten. Die Niederländer haben dem unbedeutenden Staat Surinam die Entwicklungshilfe wegen der Verletzung von Menschenrechten entzogen und dies bei dem wichtigeren Staat Indonesien nicht gewagt. Empirische Studien zeigen, dass insbesondere die bilaterale Entwicklungshilfe geberorientiert ist. Dagegen geben multinationale Organisationen eher an Bedürfnissen orientiert.

Zusätzlich gibt es auch ethische Argumente für die Entwicklungshilfe. Auf der einen Seite lässt sich argumentieren, dass Mitleid eine Motivation für verstärkte Entwicklungshilfe sein kann. Menschen leiden darunter, wenn sie andere Menschen leiden sehen. So erklärt sich, dass nach Katastrophen in der Dritten Welt eine große Spendenbereitschaft der Bevölkerung beobachtet werden kann.

Auch der utilitaristische Ansatz wird oft in der Argumentation genannt. Der Grenznutzen des Verzichtes von 1.000 € eines reichen Menschen ist erheblich geringer als der Grenznutzen, den ein Armer erhält, der 1.000 € bekommt. Aus wirtschaftsethischer Sicht wird mit Hilfe der Rawls’schen Theorie argumentiert. Aus Gerechtigkeitsgründen müssen Umverteilungen zu Lasten der Armen durchgeführt werden. Der Nobelpreisträger A. Sen betont die Berechtigung (entitlements) armer Bürger auf die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse. Das Recht auf Entwicklungschancen ist ein Menschenrecht und von daher sind die Industriestaaten gefordert, den Menschen der Dritten Welt zu helfen.

Gelegentlich wird darauf hingewiesen, dass die Entwicklungshilfe eine Kompensation für das erlittene Unrecht während des Kolonialismus sei.

Aber auch religiöse Motive können angeführt werden. Das Urbild christlicher Hilfsbereitschaft liegt im Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Insbesondere viele Nichtregierungsorganisationen und christliche Missionsgesellschaften sehen hierin das Gebot der Ausweitung der Nächstenliebe vom Nächsten zur Weltgemeinschaft. Auch mit Hilfe von Aristoteles und der distributiven Gerechtigkeit kann Entwicklungshilfe begründet werden: „Wer Gutes tun oder Böses verhindern kann, ist dazu moralisch verpflichtet!“

Benötigt die Dritte Welt höhere Entwicklungshilfe?

Ein Komiker hat Entwicklungshilfe einmal wie folgt definiert: „Entwicklungshilfe heißt, den armen Menschen der reichen Länder das Geld wegzunehmen um es den reichen Menschen der armen Länder zu geben!“ Hier liegt ein wesentliches Problem der erfolglosen Entwicklungshilfe. Sie wird von Staat zu Staat gegeben. Staatliche Entwicklungshilfe erreicht kaum die Armen der Dritten Welt. Es überrascht, dass nach 50 Jahren staatlicher Entwicklungshilfe die großen internationalen Organisationen erst jetzt wieder über Armutsbekämpfung in den Ländern der Dritten Welt nachdenken.3

Was sind die Folgen der staatlichen Entwicklungshilfe? Staatliche Entwicklungshilfe korrumpiert! Statt auf eigene Leistung zu vertrauen wird die eigene Vorsorge den Industriestaaten aufgebürdet. AxelleKabou aus Kamerun schrieb ein interessantes Buch mit dem Titel: „Weder arm noch ohnmächtig. Eine Streitschrift gegen schwarze Eliten und ihre weißen Helfer.“ Darin kritisiert sie die Entwicklungshilfe. Statt sich um die eigene Entwicklung zu kümmern versuchen die Eliten mit allen möglichen Schuldzuweisungen und Hinweisen auf ihre sozialen Probleme höhere Entwicklungshilfe zu erhalten. So schreibt sie: „ Die Afrikaner sind die einzigen Menschen auf der Welt, die noch meinen, dass sich andere als sie selbst um ihre Entwicklung kümmern müssen. Sie sollen endlich erwachen!“4 Axelle Kabou ist nicht als Einzige der Ansicht, dass nur der Abbruch jeglicher Finanzhilfe an die korrupten Regierungen zu einem wirklichen Wandel der Einstellung der Eliten in der Dritten Welt führen kann. Sie beklagt, dass es ein stillschweigendes Verbot zu geben scheine, die schwierige Situation Afrikas direkt mit dem Verhalten der Afrikaner in Zusammenhang zu bringen (S. 41). Auch viele wohlmeinende Organisationen in Industrieländern fordern höhere Entwicklungshilfe. So wie sie bisher kaum etwas erreicht hat, wird sie auch weiterhin erfolglos bleiben. Lord Bauer hat einmal bemerkt, dass Länder, die Entwicklungshilfe bekommen, Entwicklungsländer werden!4 Staaten, die keine Entwicklungshilfe erhielten, mussten sich selber entwickeln. Entwicklungshilfe sollte nur für rein soziale Ziele mit einer hohen Überwachung der Gelder durch die Geber gewährt werden.

Benötigen wir einen Schuldenerlass?

Die Dritte Welt ist mit über 2.200 Mrd. US$ verschuldet. Diese enorme Summe lässt sich nicht zurückzahlen. Eine Rückzahlung wäre auch nicht im Sinne der Industriestaaten, weil sie dadurch nur noch eine höhere Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen müssten. Die Entwicklungsländer müssten nämlich Exportüberschüsse in gigantischer Höhe erzielen, um dann mit den erworbenen Devisen ihre Schulden zu begleichen.

Ohne einen gewissen Schuldenerlass wird sich jedoch die wirtschaftliche Situation in der Dritten Welt kaum verbessern. Deshalb forderte die „Kölner Schuldeninitiative“ mit vielen anderen Gruppierungen einen allgemeinen Schuldenerlass. Hingewiesen sei auf die Bewegung „Erlassjahr 2000“. Ein genereller Schuldenerlass löst die Probleme der Dritten Welt nicht. In zehn Jahren werden sie wiederum hoch verschuldet sein. Zusätzlich besteht das Problem, dass sie kaum neue Kredite erhalten. Notwendig ist eine Veränderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen, die die Ursachen der hohen Verschuldung bekämpfen.

Als Lösung bietet sich daher nur ein Schuldenerlass mit Auflagen an. Ein solcher partieller Schuldenerlass sollte als eine Belohnung für Kurskorrekturen der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gegeben werden. So wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg im Londoner Schuldenabkommen – als Anerkennung für eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik – einen hohen Schuldenerlass erhielt, so sollten auch die Entwicklungsländer, die eine Demokratisierung und marktwirtschaftliche Ordnung erfolgreich anstreben, einen teilweisen Schuldenerlass erhalten. Ein unkonditionierter Schuldenerlass ist nur eine Belohnung für Nichtzahlen und führt zu weiter unverantwortlichem Handeln der Regierenden. Ebenfalls ist zu fragen, welche Gruppen überhaupt von der Kreditaufnahme profitierten. Die Reichen und Einflussreichen der Entwicklungsländer nehmen Schulden auf und bei der Rückzahlung verweisen sie auf die verhungernden Armen. Die Wohlhabenden der Dritten Welt haben Mittel, um die Schulden zurückzuzahlen. Die Eliten halten oft Fluchtkapital im Ausland (z.B. in der Schweiz) in Höhe der Auslandsschulden des Landes. Nach dem Subsidiaritätsprinzip wäre zu fragen, ob nicht zuerst die Eliten der Entwicklungsländer für die Rückzahlung verantwortlich seien.

Ein Schuldenerlass bedeutet eine punktuelle Außerkraftsetzung des Vertragsrechts. Damit ist die Wirtschaftsordnung und das geregelte Wirtschaftsleben gefährdet. Dennoch ist schon von antiker Zeit an die Notwendigkeit von Schuldenerlassen gesehen worden. In altbabylonischer und neuassyrischer Zeit (erste Hälfte des zweiten Jahrtausends vor Christus) hatte der König die Möglichkeit, einen Schuldenerlass auszurufen, Schuldurkunden verloren ihren Wert (insbesondere in der Hammurapi-Dynastie). Begründet wird dies dadurch, dass der König für sein Land Gerechtigkeit aufgerichtet sehen möchte. Dieser Schuldenerlass wurde als Möglichkeit gesehen, traditionelle Verarmungsprozesse aufzuhalten. Damit sollte die Gesellschaftsstruktur vor zu großen ökonomischen Veränderungen geschützt werden.

Auch im 5. Buch Mose wird das Erlassjahr als eine Hilfe zugunsten der Armen eingeführt. Alle sieben Jahre musste der Gläubiger dem Schuldner seine Schuld erlassen. Nur bei Ausländern durfte die Schuld eingetrieben werden (5. Mose 15, 7). Gott will nicht, dass Menschen verarmen und keine Chance zur Entwicklung haben. Auch das alle 49 Jahre ausgerufene Jubeljahr diente diesem Zweck. Der Israelit sollte nicht auf Almosen angewiesen sein, sondern in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt selber zu bestreiten. Deshalb, weil Gott der Herr des Landes war, musste das Land jedes 50. Jahr an die ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden. Dies spricht für Maßnahmen zur Unterstützung der Armen. Ein Problem ist darin zu sehen, dass die öffentliche Entwicklungshilfe von Staat zu Staat gegeben wird und daher eher korrumpiert als die persönliche Entwicklungshilfe durch Menschen vor Ort, die Missionsgesellschaften und Nichtregierungsorganisationen durchführen. Die Industrieländer sind aufgefordert, die Armut in der Dritten Welt zu bekämpfen. Aber wie?5

Wie müsste eine Option für die Armen aussehen?

Zur Verbesserung der Lage in der Dritten Welt und zur Überwindung der dortigen krassen Armut sind Entwicklungsländer und Industriestaaten gleichzeitig aufgefordert. Die Entwicklungsländer müssen eine bessere Wirtschaftspolitik durchführen, d.h. insbesondere muss durch Wettbewerb im Entwicklungsland die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Die Industrieländer müssen den Ländern der Dritten Welt Exportchancen durch eine Öffnung ihrer Märkte einräumen. Es geht nicht an, dass die Industrieländer sich für Marktöffnungen in der Dritten Welt einsetzen und gegenüber den Konkurrenzprodukten der Dritten Welt ihre Märkte zum Schutz der eigenen Arbeitsplätze verschließen.

Wirtschaftlich gesehen war das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland nach dem Kriege zur Überwindung der großen Not äußerst erfolgreich. In einem Politikdialog müssten die Industriestaaten bei den Politikern und Eliten der Dritten Welt ein Verständnis für die Soziale Marktwirtschaft vermitteln. Jedoch ist die Entwicklungshilfe, sowohl weltweit als auch national, verbürokratisiert. Bürokraten planen im Stil des Sozialismus Entwicklung und sie scheitern. Statt Funktionsbedingungen des Marktes zu erklären, werden von den Ländern der Dritten Welt Entwicklungspläne verlangt, so dass unsere Entwicklungsbürokraten ihre Mittel bürokratiegerecht einsetzen können. Die Vorteile eines funktionierenden Marktes übersteigen bei weitem die Vorteile einer möglichen Entwicklungsplanung.

Entwicklungshilfe sollte nur noch als eine internationale Sozialpolitik für die wirklich Armen der Dritten Welt konzipiert werden – im Rahmen einer internationalen sozialen Marktwirtschaft. So wäre es zu vertreten, wenn zur Überwindung der Kinderarbeit in der Dritten Welt Sozial- und Bildungsprogramme für Kinder finanziert würden.

Es ist erschreckend, wie wenig die Eliten der Dritten Welt sich um die Überwindung der Armut in ihrem Land kümmern. Oft werden die Armen unterdrückt. Es fehlt an sozialem Verständnis. Nicht umsonst fordern internationale Organisationen eine Verbesserung der guten Regierungskunst. Erfolgreiche Entwicklungspolitik muss zu einer Verbesserung der Lage der Menschenrechte und der Sicherung von Eigentumsrechten beitragen. Die Eliten der Dritten Welt müssen sich selbst beschränken und damit Raum für Eigeninitiativen der Menschen in der Dritten Welt geben.

Wie schon erwähnt, müssen die Industrieländer ihre Märkte öffnen. Es überrascht, dass die Kritik am Protektionismus der Industriestaaten gegenüber den Exporten der Dritten Welt nicht lautstärker vorgetragen wird. Berechnungen der Weltbank zeigen, dass der Protektionismus die Entwicklungsländer doppelt so viel an Devisen kostet wie die Entwicklungshilfe ihnen als Kompensation leistet.

Wie lässt sich erklären, dass die Industrieländer entwicklungshemmende Entwicklungshilfe leisten und mit einer hohen Protektion diesen Ländern wiederum schaden? Wieso kommt es, dass der Handel, eindeutig besser als die Hilfe, vorgezogen wird? Entwicklungsländer sollten nämlich in der Lage sein, sich ihre Devisen durch Exporte zu verdienen statt sie sich über Entwicklungshilfe zu erbetteln.

Die neue politische Ökonomik erklärt diesen Tatbestand durch die Interessen der Politiker. Entwicklungshilfe ist nur im Sinne der Eliten der Dritten Welt und hilft unseren Politikern ihr schlechtes Gewissen durch so genannte „gute Gaben“ zu beschwichtigen. Der Ausbau des Handels, insbesondere wenn er nicht über die Konzerne sondern über den mittelständischen Bereich geschieht, gefährdet durch die entstehende Mittelschicht die politische Stellung der Eliten. Und die Importe aus der Dritten Welt gefährden die Arbeitsplätze in einigen Branchen der Industrieländer und damit die Wiederwahlchancen der Politiker.

Kurzfristig meinen die Politiker in den Industrieländern, dass sie durch protektionistische Maßnahmen Arbeitsplätze im eigenen Land sichern. Langfristig schadet diese Politik der Wettbewerbsfähigkeit ihres Landes. Offene Märkte sind auch für die Industriestaaten wichtig. Nur durch Wettbewerb bleiben wir wettbewerbsfähig! Kein Sportverein käme auf die Idee, Spiele mit solchen Vereinen nicht mehr durchzuführen, die besser sind als er. Im Gegenteil, man wird sich darum bemühen, dass man die Besseren besiegen kann. So kann uns der Wettbewerb mit den Entwicklungsländern herausfordern und die Leistungsfähigkeit der Industrieländer stärken. Langfristig gesehen hängt die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und der Industrieländer von offenen Märkten ab!

Kirchliche Organisationen sprechen sich für eine „Option für die Armen“ aus. Diese Option ist richtig. Es stellt sich die Frage, wie sie implementiert werden kann. Eine erfolgreiche Option für die Armen ist nur durch eine Änderung der Wirtschaftspolitik in den Entwicklungsländern möglich. Eine Option für die Soziale Marktwirtschaft ist eine Option für die Armen; eine Option gegen die Lobbyisten in den Industrieländern ist ebenfalls eine Option für die Entwicklungsmöglichkeit der Armen in der Dritten Welt!

Eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist notwendig

Wohlstand wird durch Arbeit geschaffen. Motivation und Ethos sind für die wirtschaftliche Entwicklung entscheidend. Daher ist zu fragen, wie die Arbeitsproduktivität in der Dritten Welt erhöht werden kann. Die neoklassische Theorie weist zurecht darauf hin, dass eine Entlohnung des Arbeitnehmers langfristig nur im Rahmen seiner Arbeitsproduktivität möglich ist, d.h. das Wertgrenzprodukt des Arbeitnehmers ist für die Lohnhöhe entscheidend!

Die Erhöhung der Arbeitsproduktivität kann extrinsisch oder intrinsisch erfolgen, d.h. durch von außen vorgegebene Einflüsse, die die Motivation erhöhen. Dies kann in einer verbesserten Ausbildung und in zunehmendem Wettbewerb begründet sein. Eine innere Motivation hängt von den kulturellen Werten in der Bevölkerung ab.

Menschen, die nur ein geringes Ausbildungsniveau haben, evtl. noch nicht einmal schreiben und lesen können, werden kaum in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Daher gehört es zum staatlichen Auftrag in den meisten Ländern, allen Menschen Bildungschancen zu ermöglichen. Dies hat zu einer „kostenlosen“ Bereitstellung von Bildungsinstitutionen geführt und zu einer Pflicht des Schulbesuchs. Im Rahmen der Entwicklungshilfe wäre es sinnvoll, wenn solche Ausbildungs- und Bildungsmaßnahmen in solchen Staaten unterstützt würden, die dazu nicht die notwendigen finanziellen Voraussetzungen haben.

Der Mensch benötigt aber eine Motivation. Er ist von Natur aus dem Wettbewerb offen gegenüber eingestellt. Nicht umsonst sind Sportveranstaltungen sehr beliebt. Wettbewerb bedeutet aber auch, Wettbewerbschancen zu ermöglichen. Von daher muss die Bürokratie in den Entwicklungsländern abgebaut werden. Der bekannte peruanische Entwicklungstheoretiker Hernando de Soto hat einmal darauf hingewiesen, dass die armen Menschen in Lateinamerika sehr flexibel und marktwirtschaftlich orientiert seien. Die staatliche Bürokratie mit ihren Lizenzen, Verboten, Genehmigungen usw. verhindert eine wirtschaftliche Entwicklung.7 Wie schon erwähnt, müssen die Industrieländer sich aber ebenfalls dem Wettbewerb der Arbeitnehmer aus der Dritten Welt stellen.

Aber auch intrinsisch können Menschen zur Arbeit motiviert werden. Der Nobelpreisträger Gunnar Myrdal hat in seinem berühmten Werk „Das asiatische Drama“ auf die Bedeutung der Motivation der Arbeitskräfte für die wirtschaftliche Entwicklung hingewiesen.8

Der Mensch ist der wichtigste Faktor für jeden Entwicklungsprozess.9 Nicht nur seine Ausbildung, sondern auch seine moralischen Qualitäten sind von wesentlicher Bedeutung. Vielen Forschern der Entwicklungspolitik ist diese Tatsache bekannt. Daher wollen insbesondere asiatische Staaten einen neuen Menschen erziehen, einen westlichen, produktiven, einen industriell ausgerichteten.

Viele Projekte und Programme der Entwicklungsländer scheiterten aber am Menschen, sowohl an dem der Industrieländer als auch an dem der Entwicklungsländer, die oft keine Beziehung zu ihren Projekten entwickelten und hierdurch mehr korrumpiert als entwickelt wurden.

Das anfängliche Scheitern der Entwicklungsprojekte führte zu ständigen Neuorientierungen. Bei allen technologischen, finanziellen, ökonomischen und ethischen Überlegungen wird oft der soziologische Ausgangspunkt übersehen. Notwendig ist ein Wandel der Lebensanschauung und der Wirtschaftsgesinnung.

Eine ausreichende Verfügbarkeit von Ressourcen wie Kapital und Bildung ist keine hinreichende Bedingung für eine erfolgreiche Entwicklung. Die politischen, sozialen und auch religionssoziologischen Rahmenbedingungen sind wichtig. Es muss zu einer Veränderung der sozialpsychologischen Infrastruktur des Entwicklungslandes kommen.10 So ist es unsinnig, eine Überwindung des Nord-Süd-Gefälles zu fordern und gleichzeitig die Beibehaltung vorindustrieller Kulturen und Sozialstrukturen anzustreben. Die Entwicklungsländer müssen nicht unbedingt die westliche Kultur übernehmen. Entwicklungsfördernd ist eine Akkulturation, das Hineinnehmen und Verarbeiten ausländischer Einflüsse in die heimische Kultur. Zur Kultur gehört auch die Sittlichkeit.11 Schon Charles Secrétan (1815-1895) sah in der Erneuerung der Sittlichkeit die Voraussetzung zur Lösung der damaligen nationalen Armut. Einige Problembereiche sollen genannt werden. In den asiatischen Ländern ist die Handarbeit oft verpönt. Die wirtschaftliche Nutzung der Rinder in Indien wird durch die Hindutradition verhindert. Gelten Ratten als heilige Tiere ist ihre Bekämpfung nicht möglich. Aufwändige Feste und eine passive Haltung, die die vorherrschende wirtschaftliche Situation als von Göttern bestimmt ansieht, erschwert die wirtschaftliche Entwicklung.

Ein Wandel der Einstellung zur Arbeit, zum Besitz, zur Vorsorge, zur Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ist erforderlich. Dabei spielen die religiösen Vorstellungen für die Moral und den Entwicklungsprozess eine wichtige Rolle.

Entwicklung muss von innen kommen

Der Sinneswandel beim arbeitenden Menschen, so lautet die Standardantwort, wird durch Schulung und Propaganda erreicht. Harte Arbeit ist eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung (Arusha-Deklaration). Der Misserfolg vieler Entwicklungsbemühungen lässt sich darauf zurückführen, dass ein Sinneswandel immer von außen angestrebt wurde. Die großen Möglichkeiten des Glaubens an Jesus Christus werden in diesem Bereich deutlich. Bibel und Erfahrung lehren, dass der christliche Glaube nicht nur die Menschen in den Industrieländern, sondern auch in den Entwicklungsländern verändern kann. Ganze Landstriche haben sich hierdurch ethisch-moralisch gewandelt und dann wirtschaftlich entwickelt.

Der bekannte israelitische Staatsmann Mose schrieb einmal (Ps. 90,12): Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Es stellt sich die Frage, was der Hinweis auf das Sterben mit dem Klug werden zu tun hat. Aus ökonomischer Sicht lässt sich das ohne weiteres erklären. Klug ist eine Person, die eine sehr weite Sicht hat. Wer langfristige Auswirkungen beachtet, handelt klug. Die längste Sichtweise hat der, der in seinen Handlungen seinen Tod berücksichtigt und weiß, dass er sich für sein wirtschaftliches Handeln einmal verantworten muss. In seiner berühmten Studie „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ hat Max Weber auf die Bedeutung der Religionen und des christlichen Glaubens für die wirtschaftliche Entwicklung hingewiesen. Diese provozierende These ist von Tausenden von Wissenschaftlern überprüft worden und hat Anlass zu hitzigen Debatten gegeben.12

Harold W. Turner hat in einer Studie über unabhängige afrikanische Kirchen festgestellt, dass eine unbeabsichtigte Konsequenz des Glauben im materiellen Wohlstand bestehen kann. Dort wo die christliche Botschaft verkündet und angenommen wurde, war Entwicklung in kleinem Maßstab zu beobachten.13 Er berichtet, dass Mitglieder dieser unabhängigen Kirchen einer regelmäßigen Arbeit mit Fleiß nachgehen und daher als Arbeiter sehr geschätzt werden. Eine Parallele zur protestantischen Arbeitsethik wurde behauptet. Diese christlichen Gemeinden sind finanziell unabhängig und in der Lage, selbständig langfristige Projekte zu planen und durchzuführen. Viele ihrer Mitglieder sind heute erfolgreiche Unternehmer.

Turner legt dar, dass bei diesen Christen Alkohol und Tabak verpönt sei. Ohne auswärtige Hilfe haben sich diese christlichen Gemeinden entwickelt. Es ist ökonomisch verständlich, dass fleißige und sparsame Menschen Kapital ansammeln können und dadurch ein höheres Einkommen erzielen weil Mittel für Investitionen und Produktivitätssteigerungen vorhanden sind.

Das Evangelium bewirkt nämlich in unserer Welt große soziale Umwälzungen. Wie ist das zu erklären? Die Bibel sieht den Menschen in seiner ganzen gefallenen Realität. Alle Menschen sind vor Gottes Augen „abgefallene Menschen“. Es stellt sich die Frage, wie Menschen anders werden. Hier bietet der christliche Glaube einen Anhaltspunkt. Die Bibel lehrt die Notwendigkeit und Möglichkeit eines Umdenkens, eine Sinnesänderung, einer „metanoia“ (bei Luther als „Buße“ übersetzt). Diese Metanoia hat ökonomische Konsequenzen, weil der Mensch durch sie in eine ganz neue Beziehung zu Gott gebracht wird und er dadurch seinen Lebensstil verändert, was Auswirkungen auf das ethisch-moralisch-kulturelle Verhalten hat. Schon Max Weber fand heraus, dass ein bestimmter Menschenschlag, der vom Christentum geprägt war, in der Welt hohe Verantwortung übernahm und damit die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusste. Die Flucht aus der Weltverantwortung, die man im Mittelalter beobachtete, wurde dadurch zur innerweltlichen Askese! Wer Gott dienen will, tut dies auch durch seine irdische Arbeit. Dies bewirkt ein neues Arbeitsethos.

Wie erklärt sich die Bedeutung des christlichen Glaubens für die wirtschaftliche Entwicklung? Wieso hat das Evangelium einen großen Einfluss in Europa gehabt, das die Wiege des technischen Fortschritts war? Der Glaube an den Schöpfergott hat die Natur entmythologisiert. Während in anderen Religionen die Gestirne als Götter verehrt wurden, hat ihnen das Volk Israel von Anfang an nur eine Laternenfunktion zugewiesen. Die Gestirne waren für die Gläubigen Israeliten nur Geschöpfe, sie besaßen keine Göttlichkeit! Damit war eine Möglichkeit wissenschaftlicher Erforschung gegeben. Man vergleiche dazu Jesaja, der schildert, wie man einen Götzen macht (Jesaja 44,9-22). „Aus dem Rest des Holzes habe ich mir einen abscheulichen Götzen gemacht und nun knie ich nieder vor einem Holzklotz!“ (Vers 9). Spöttisch meint Jeremia: „Sie sagen zum Holz, du bist mein Gott und zum Stein: Du hast mich geboren“ (Jeremia 2,27). Vgl. diese Haltung mit der anderer Nationen, die die Welt beseelt sehen von bösen Geistern und in ständiger Furcht vor ihnen leben.

Zur Entwicklung beitragen heißt, Menschen der Entwicklungsländer mit der Wahrheit und dem Befreier, Jesus Christus, bekannt machen. Dann wird es auch dort eine veränderte Einstellung zur Arbeit geben. Eliten werden soziale Verantwortung übernehmen. Die viel geschmähte Missionsarbeit ist Voraussetzung für eine wirksame Entwicklungshilfe und müsste stärker anerkannt werden. Durch ihre missionarische Arbeit haben die Kirchen in einem hohen Maße zur Entwicklung beigetragen. Immerhin hat das Christentum die geistige Grundlage für die technisch-zivilisatorische Entwicklung in der westlichen Welt gegeben.

Im Rom zur Zeitenwende lebten unter der 800.000 Einwohnern ca. 1.000 Christen, die bei Hofe bekannt waren und eine erstaunliche Ausstrahlungskraft hatten und unbeabsichtigterweise die Weltpolitik veränderten. Wenn wir in Deutschland Missionsbemühungen verstärkt unterstützen würden, würden wir einen erheblich höheren Betrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten als durch höhere Entwicklungshilfe, die in ein Fass ohne Boden läuft und bisher und auch zukünftig kaum wirtschaftliche Entwicklung bewirken wird!

Anmerkungen

1 Zu den Daten wird auf W. Lachmann: Entwicklungspolitik, Band 1: Grundlagen, München, Wien 2004, 2. Auflage, Kap. 1 verwiesen.

2 Vgl. auch die Ausführungen in W. Lachmann: Entwicklungspolitik, Band 4: Entwicklungshilfe, München 1999, Kap. 1, S. 7ff.

3 Erst der Weltentwicklungsbericht 1990 hatte „die Armut“ zum Leitthema! Der Jahresbericht der Weltbank 2000/2001 hatte den Titel „Bekämpfung der Armut“

4 Vgl. dazu P.T. Bauer: Reality and Rethoric. Studies in the Economics of Development. Cambrigde MA 1984

5 Der französische Originaltitel lautet: Et sil’Afriquerefusait le développement? (Paris 1991). Die deutsche Übersetzung erschien 1993 im Lenos-Verlag, Basel.

6 Siehe hierzu auch Eckart Otto: Sozialethische Programme zur Überwindung nationaler Schuldenkrisen in der Antike und ihre programmatische Bedeutung für die Überwindung der heutigen Internationalen Schuldenkrise, in: M. Dabrowski et al (Hrsg.): Die Diskussion um ein Insolvenzrecht für Staaten. Bewertungen eines Lösungsvorschlages zur Überwindung der Internationalen Schuldenkrise, Berlin 2003, S. 97-121.

7 Vgl. Hernando de Soto: Marktwirtschaft von unten. Die unsichtbare Revolution in Entwicklungsländern, Zürich und Köln 1992. Die spanische Originalausgabe hatte den Titel „El otrosendero“.

8 Vgl. Gunnar Myrdal: Asiatisches Drama. Eine Untersuchung über die Armut der Nationen. Frankfurt, 1973 (Suhrkamp). Es handelt sich hier um eine Kurzfassung des großen dreibändigen Werkes von Myrdal.

9 Vgl. auch Werner Lachmann: Leben wir auf Kosten der Dritten Welt?, Wuppertal 1987 (R. Brockhaus), 2. Auflage, S. 93ff.

10 Vergleiche auch hierzu meinen alten Aufsatz: Werner Lachmann: Entwicklung muss von innen kommen. Biblische Perspektiven zur Entwicklungshilfe. Factum 11/12 1982 (Nov./Dez. 1981), S. 18-27.

11 Vgl. zum Folgenden auch Werner Lachmann: Leben wir auf Kosten der Dritten Welt?, Wuppertal 1987 (R. Brockhaus), 2. Auflage, S. 94ff.

12 Vgl. Max Weber. Eine Aufsatzsammlung: Die protestantische Ethik I und II, herausgegeben von Johannes Winckelmann, Gütersloh 1979, (GTB Siebenstern), 5. Auflage (Band I) und Gütersloh 1978 3. Auflage (Band II). Der zweite Band behandelt Kritiken und Antikritiken der These Max Webers. Vgl. auch Peero Gheddo: Why is the third world poor? Mary Knoll, NY 1973 (Orbis); interessant sind auch die Ausführungen von David Landes: The wealth and poverty of nations. Why some are so rich and some so poor, London 1998 (Little, Brown).

13 Vgl. Harold W. Turner: African independent churches and economic development. World Development 8:7/8 (Juni/August 1980), S. 523-533.

Werner Lachmann

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